Grandma Hobbies: Unterschätzt & meditativ - Die Kurze
Shownotes
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Zum Jahresanfang sprechen wir über sogenannte "Grandma Hobbies". Tätigkeiten, die unsere Omas gern ausgeübt haben, die oft belächelt wurden und dabei erstaunlich viel nutzen. Stricken, Handarbeit, Kochen, Spazierengehen…Dinge, bei denen die Hände beschäftigt sind und der Kopf frei wird. Tätigkeiten, die offline stattfinden, rhythmisch sind, meditativ wirken und am Ende sogar etwas Konkretes hinterlassen.
In einer Welt, in der wir ständig auf Bildschirme starren und kaum noch Abstand gewinnen, werden genau solche Hobbys wieder wichtiger. Sie helfen beim Denken, beim Runterkommen und beim sich selber Sortieren. Sie sind leise, nützlich und überraschend widerständig, außerdem sind super in Sachen Nachhaltigkeit und Gemeinschaftlichkeit.
Warum wir diese Hobbys neu bewerten sollten, was sie mit Selbstregulation, Konzentration und einem anderen Umgang mit Zeit zu tun haben, sprechen wir in der neuen Folge.
Hört rein :)
Links:
[https://www.goodhousekeeping.com/life/a64174154/grandma-hobbies/]
Transkript anzeigen
00:00:16: Hallo hier ist Maxi und das ist die kurze im Januar.
00:00:16: Frohes
00:00:17: Neues!
00:00:18: Bringt es Unglück, dass wir es vorher aufleben?
00:00:20: Nein.
00:00:21: Ich weiß nicht, das ist eine sehr deutsche Sache, habe ich gehört.
00:00:23: Also in USA ist auch nicht schlimm sein Geburtstag vorzufallen.
00:00:26: Nee, die
00:00:26: feiern ja auch eine Woche.
00:00:28: Sie sagen jetzt mal Birthday Week und es ist noch sieben Tage dahin, das finde ich total nice.
00:00:31: Wenn man so da ist und dann
00:00:33: wird ... Wenn man einfach sagt, sehr okay, weil man hat ja immer das Problem, wenn man dann irgendwie du zum Beispiel, die ja im Dezember Geburtstag hat, denken sie, also du hast eine Woche vor Weihnachten Geburtstag, das heißt man denkt so, ich kann nicht vorfeiern, weil dann ist ja Weihnachten
00:00:46: ... Ich kann auch nicht nachweiern, habe ich keiner mehr Bock.
00:00:48: Genau.
00:00:49: Das heißt du bist... Aber wenn du vorfeiern könntest, wär's eigentlich viel einfacher.
00:00:52: Ja, viel
00:00:53: chilliger.
00:00:53: Ja, voll.
00:00:54: Bin in diesem Dilemma gefangen, ja.
00:00:56: Du schreibst mein Dilemma seit Jahr mit meinem Geburtstag.
00:00:59: Als Kind hab ich's geliebt, aber jetzt
00:01:00: hasse ich's.
00:01:01: Egal, ist
00:01:01: scheißegal.
00:01:02: Das ist nicht so wichtig.
00:01:03: Okay, kann man nicht machen, aber die Sache ist... Also vielleicht müssen wir Zeit als soziales Konstrukt noch mal ein bisschen weiter aufbrechen an manchen Stellen.
00:01:12: Wie zum Beispiel das Geburtstage, wann die gefeiert werden dürfen und wann nicht.
00:01:17: Und
00:01:17: interessant ist ja auch immer, das kann man aber auch nicht aufbrechen, es ist drin.
00:01:22: Dass man denkt, neues Jahr,
00:01:24: neue Anfang.
00:01:25: Ich liebe das ja.
00:01:26: Ich liebe das ja.
00:01:26: Ich denke immer, ach ne schöne weiße Seite im Notizbuch.
00:01:30: Neuer Kalender, oh mein Gott.
00:01:32: Ja, jetzt mache ich alles ordentlich.
00:01:34: Ab hier wird nichts mit durchgestrichen.
00:01:37: Hast du noch dein Bullet Journal?
00:01:38: Ja.
00:01:38: Ich mach das jetzt mittlerweile, ich glaub es ist dann das sechste Jahr.
00:01:41: Ich glaub, ich hab es, nee, oder, ich glaub, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es,
00:01:47: ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab
00:01:50: es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, ich hab es, Man als selbstständiger Mensch irgendwie so wenig andere, also niemanden strukturiert die Zeit für einen sozusagen und irgendwie hilft mir das total.
00:02:14: Es ist vielleicht ein Hobby, was etwas entschleunigt.
00:02:19: um jetzt mal ein bisschen Segway zu machen mit unserem Thema heute.
00:02:24: Genau, also wir haben eben kurz überlegt, wollen wir über gute Vorsätze sprechen und ich habe dann sofort angemerkt, dass meine Vorsätze sich sehr stark ähneln mit dem Jahr davor.
00:02:33: Also ich glaube, je älter man wird, umso mehr muss man sich eingestehen, dass zu einem... gesunden leben, da natürlich zu einer Art von Selbstfürsorge auch Bewegung gehört, das heißt wie immer möchte ich natürlich dieses Jahr mich mehr bewegen und Sport oder Bewegung noch mehr in meinen Alltag integrieren und natürlich meinen Gehirn irgendwie von dieser Handysucht befreien, die ich natürlich wie die meisten von uns auch habe, aber damit wir nicht wie jedes Jahr irgendwie unsere alten, abgebackenen Vorsätze nur hier präsentieren, haben wir eben überlegt, was wir noch so alles machen, was uns irgendwie hilft, runterzukommen, zu entschleunigen, aber auch, was irgendwie ein bisschen ein meditativer Ersatz sein kann, um die Finger beschäftigt zu halten, das gehören ein bisschen vom Handy wegzulotzen.
00:03:22: und dann sind wir auf das Phänomen Grandma-Hobbies gestoßen, diesen kleinen Take-Ups, nämlich auch letztes Jahr, nicht um ihn süßen Gedanken.
00:03:30: Ja, ich weiß nicht, haben wir eine Kategorie dafür?
00:03:33: Wir hatten, sagen wir mal, wir hatten mal irgendwas, dieses ein guter Tipp oder so, oder eine, oder, oder war.
00:03:40: Ein
00:03:41: guter Tipp, ein guter, eine schöne Idee, ein neuer Start.
00:03:47: Okay.
00:03:48: Happy New Year, es ist einfach
00:03:53: ein... So ist es.
00:03:59: Und ich glaube, das ist auch in Ordnung.
00:04:01: Ich fand das irgendwie so süß, mir ist das begegnet.
00:04:03: Natürlich, als ich wieder mal irgendwo gescrawlt hab, dieser Take von Grandma-Hobbies, also Oma-Tanten-Hobbies, sind underrated.
00:04:13: Also sind viel besser als dieses, wie man sie einfach so belächelt.
00:04:17: Darunter fällt halt vieles, zum Beispiel was unter Handarbeiten fällt.
00:04:22: Stricken, sticken, nähen, irgendwas basteln, was kleines Herstellen.
00:04:28: Sowas finde ich es so.
00:04:30: Underrated als Entspannungsform.
00:04:33: Also jetzt gerade mit Kind merke ich zum Beispiel, ich bin so eine schlechte Maske, ich kann das gar nicht.
00:04:39: Aber wenn man mal was Kleines mit den Händen angefangen hat, dann merkt man, wie sehr man doch irgendwie, ja wie gut es tut, was mit Händen und Gehirn gleichzeitig zu machen, wo man aber beides nicht übermäßig anstrengt.
00:04:52: Das ist glaube ich die
00:04:53: Klu.
00:04:54: Und ich glaube, wir beide haben das auch zum Beispiel beim Kochen.
00:04:57: Ja,
00:04:57: das wollte ich gerade sagen.
00:04:59: Ich glaube deshalb koche ich so gerne, weil es irgendwie so ein Moment ist, wo man einfach, also das zu schneiden, das mit den Händen zu arbeiten und dann auch so einen kleinen Flow zu haben.
00:05:09: Das entspannt mich unglaublich.
00:05:11: Und dann hat man am Ende was Legeres zu schnaubulieren.
00:05:14: Das ist eine schöne Reward-System.
00:05:17: Aber genau, also ich glaube auch, Handwerk, man denkt immer, was soll man dann machen, soll man das vor sich hin stricken und es würde so lange dauern, aber man kann sich dann so schöne Sachen stricken.
00:05:28: Deine Mama zum Beispiel strickt uns.
00:05:30: Schöne Schalz.
00:05:31: Ja, meine Mama hat sich eh in den letzten Jahren total gemausert, kann man so sagen.
00:05:35: Die hat auch so eine total süße Art und Weise, die Sachen zu flicken für mein Kind.
00:05:39: Wenn in den Wollsachen so kleine Löcher drin sind, dann macht die was, das nennt sich Visible Mending.
00:05:45: Also, wenn man gar nicht versucht, etwas unsichtbar zu flicken, sondern die denkt sich dann so kleine, süße Muster aus.
00:05:52: Also, da ist dann zum Beispiel ein Loch und da drauf wird dann aber eine kleine Blume und dann eben eine kleine Biene gestickt.
00:05:57: Und das sieht halt total süß aus.
00:05:59: ist relativ einfach, sagt sie.
00:06:01: Und sie ist da immer besser geworden und flickt jetzt alles und ist echt, wird immer besser im Stricken und so weiter.
00:06:07: Und ich finde, das ist alles wirklich total unterferner liefen, was diese Handwerkskünste bedeuten, weil es ist nachhaltig.
00:06:15: Es ist besser, die Sachen länger zu flicken und am Laufen zu halten und man muss nichts Neues kaufen.
00:06:21: Dann kann man auch bessere Materialien kaufen, weil man weiß, okay, ich flicke das vielleicht, ich mache einfach noch was, ich nutze es länger.
00:06:28: Und es ist ja auch krass, weil diese vermehrt weiblichen Handwerkskünste ja immer so abgetan werden, als es ist ja so Handarbeitskram, aber es ist eigentlich Kunst.
00:06:38: Ja,
00:06:39: genau.
00:06:39: Das kann man ja auch wirklich weltweit so sagen, dass Frauen immer gebaut, gewebt haben.
00:06:45: Es ist ja auch einfach Technologie in Verbindung mit Kunst, in Verbindung mit Handwerkskunsten.
00:06:51: Ja, und ganz viel, also da steckt ganz viel Kultur drin.
00:06:55: Also, ja, The Keepers of Culture.
00:06:58: Und ich gehe aber auch, sich einfach, also so schöne Sachen zu machen.
00:07:04: Es ist gut für dein Neurusystem, aber es ist auch einfach, ja, man muss einfach irgendwie über diesen Moment hinwegkommen.
00:07:11: Und das ist vielleicht auch dieser Pressure, wenn man auf Social Media sieht, okay, ich würde jetzt gerne irgendwie was mit Ton machen und man sieht, wie Leute da wahnsinnig viele krasse.
00:07:20: Schalin schon formen oder was weiß ich was stricken oder sie malen irgendwie crazy Sachen und du kannst es natürlich noch nicht so am Anfang.
00:07:30: also ich glaube das anfangen ist immer das schwere gerade wenn man irgendwie wahnsinnig viel lange braucht um dann was sehr mit oder schlechtes rauszubekommen ist natürlich am Anfang einfach ein bisschen frustrierend.
00:07:44: aber auch das irgendwie hinzukriegen und so eine frage von Also wirklich gegen seine Konditionierung von Instant Gratification, also dass man immer alles sofort
00:07:55: können muss,
00:07:56: kann und das alles sofort immer gelingt.
00:07:58: Wenn man das aufgeben kann, das ist natürlich cool.
00:08:01: Also ich finde es auch super schwer, ich nehme das immer vor.
00:08:04: Ich habe mir schon so oft vorgenommen, Gitarre zu lernen.
00:08:06: Ich habe es immer wieder unterbrochen und mache es dann nicht und so weiter.
00:08:11: Aber...
00:08:12: Das heißt ja auch Übung und nicht Könnung.
00:08:14: Hat immer meine Trainerin beim Sport früher gesagt.
00:08:17: Und ich denke,
00:08:20: auch
00:08:20: wenn man nicht so krasses Skills hat, kann was Süßes bei rumkommen.
00:08:24: Ich denke an deinen kleinen Aschenböcher, den du damals für deine Mutter getöpfert hast, den sie heute noch.
00:08:29: Ich möchte dich noch mal kurz sagen.
00:08:31: So einfach eigentlich ein smiley mit so einem kleinen Rand rum herum.
00:08:34: Perfekt.
00:08:35: Ich habe auf jeden Fall getöpfert noch vor zwei anderthalb Jahren oder so und ich habe mich voll gefreut, weil man einfach so düsselige kleine Schalen machen kann.
00:08:43: Und dann braucht man halt irgendwie das einmal irgendwie schön einen für einen brennen oder lasieren oder was auch immer kann.
00:08:51: fest ist.
00:08:51: Und dann hat man irgendwelche kleinen Schmucksteller oder irgendwas.
00:08:54: Ich finde das fein.
00:08:55: Hauptsache, man fängt an, es muss nicht toll sein.
00:08:58: Was übrigens voll mein Ding ist, zum Beispiel ist ja, du würdest das raten wahrscheinlich, Collagen machen.
00:09:03: Also ich würde euch gerne mich hinsetzen und geile Collagen machen.
00:09:07: Und das hat mir immer so viel Spaß gemacht.
00:09:09: Und das finde ich auch eine super Sache, die man easy ohne viel Geld auszugeben mit mehreren Leuten machen kann.
00:09:15: Man braucht eigentlich nur, noch nicht mal, man braucht keinen Tisch, aber natürlich ist ein Tisch bequem, schöner, großer.
00:09:20: Tische, jeder bringt alte Zeitungen, alte Magazine, Flyer, die kann man einfach sammeln, bringt das mit, man haut es auf den Tisch und dann schneidet jeder eine Schere, ein bisschen Kleber und dann macht man so kleine Magazines.
00:09:31: Ich finde es so cute und süß, dabei kann man quatschen und sich austauschen und das habe ich auch jetzt immer mehr gesehen.
00:09:38: Das ist auch ein richtig nettes Bastel-Hobby, was man mal machen kann.
00:09:41: Ja, was ja auch sehr gut ins neue Jahr passt, ist ja, dass dann Leute so Moodboards machen, also so Inspoboards, dass man so gesagt, wie man gerne
00:09:50: Heißt das Mutboard?
00:09:51: Ja, ist
00:09:51: es quasi so.
00:09:52: Nee, ich meine, was anderes.
00:09:53: Ich weiß
00:09:53: genau, was du meinst.
00:09:54: Ein anderes Board.
00:10:01: Es
00:10:01: ist auf jeden Fall zu manifestieren.
00:10:03: Genau.
00:10:04: Also um dann zu sehen, was gefällt ein und wie würde man gerne, also so ein bisschen um genau ein Mutboard für seine eigene Zukunft sozusagen.
00:10:12: Das ist auch eine Sache, die Leute gerne machen.
00:10:16: Und man findet das alles so lächerlich, aber es macht irgendwie Spaß und es ist irgendwo am Ende.
00:10:21: Denke ich, man macht diese Dinge eh dann in digitaler Form und nicht so in Stressige.
00:10:26: genau sozusagen und deshalb würde ich finde ich auch man kann das auch dann wirklich zum hobby machen.
00:10:31: und vor allem ich denke ja auch an uns wir sind die wir kennen uns hier schon sehr lange wir haben ja auch wir haben hier früher viel gespielt zusammen wir haben uns getroffen und gespielt und was wir auch gemacht haben als dass wir zusammen gemalt haben wir hatten dann diese geilen stabilo ... fehlstift diese, diese Reiter.
00:10:48: Das war einfach, es hat ... ... dreihundertfünfzig tausend Euro.
00:10:51: Das war so teuer, aber ich hab's geliebt.
00:10:53: Und dann war das so ganz wertvoll.
00:10:55: Ja, die hattest du
00:10:55: dann halt auch einmal diesen Riesenkasten ... ... und dann stand er auf dem Tisch und dann haben wir ... ... manchmal einfach, also eigentlich immer Stunden, ... ... denn über Stunden, Stunden, Stunden
00:11:04: ... ... gemalt.
00:11:05: Und jetzt macht man's nicht mehr, weil man jetzt ... ... ist man ja erwachsen.
00:11:08: Aber die Sache ist, warum macht man's eigentlich nicht mehr?
00:11:10: Ich finde halt auch, also, die Sache ist ... Man denkt immer, entweder sind das Grammar-Hobbies oder das sind Child-Hobbies.
00:11:16: Ja,
00:11:17: komisch, was sind denn unsere Hobbies?
00:11:19: Aber die Sache ist...
00:11:19: Und der gute Punkt.
00:11:20: Und dann ist es, glaube ich, weil wir in den Zeiten, wo wir quasi... arbeiten.
00:11:28: Das Gefühl haben Hobbys müssten dann auch so produktiv sein.
00:11:31: Es
00:11:31: muss immer was optimieren.
00:11:32: Genau.
00:11:33: Es muss was dabei rauskommen.
00:11:34: Man darf nie was machen einfach nur fürs machen.
00:11:36: Und wenn man jetzt so was strikt oder malt oder was er sich Kerzen zieht oder so weiter, dann ist es schwer sich von diesem oder ein Instrument lernt.
00:11:45: Dann ist es schwer sich von diesem man will ja besser werden.
00:11:48: Das heißt, es hat irgendwie so produktive Vibes.
00:11:51: Also und von denen befreit man sich nur, weil ... aufgrund des Alters.
00:11:56: Weil man denkt so, es ist ja ... ... also wenn man denkt, ... ... wenn man alt genug ist, dann fragt niemand mehr danach ... ... und wenn jemand, wenn man zu jung
00:12:05: ... ... fragt keiner mehr, was du so usw.
00:12:05: alleine zuhause macht.
00:12:06: Genau, und dann ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch
00:12:07: so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so was ... ... fragt
00:12:24: ihr keiner mehr,
00:12:24: ob du auch so was ... ... fragt ihr keiner mehr, ob du auch so.
00:12:26: Von daher, würde ich sagen, sollte man sich innerlich auch davon befreien.
00:12:29: Also, dass man denkt, dieser Druck, dieser Produktivitätsdruck ist, den irgendwie so im Negativen zu haben.
00:12:35: Also, dass man eigentlich, weil es auch schön sein kann, einfach irgendwie an etwas zu arbeiten, um einfach einen, nicht um es dann auf Social Media zu posten, also mach, wenn du willst, aber sondern einfach ... Weil es irgendwie zum Leben dazu gehört.
00:12:48: Na ja, und
00:12:49: sorry, da ist halt auch die andere Marginalisierung vollkommen drin, ne?
00:12:52: Also es ist ja auch einfach, warum sind diese Sachen, als du es gerade gesagt hast, so, wenn man dann was bastelt oder malt oder kehrt, hab ich innerlich schon wieder so, was für Dummies machen das denn so in Anführungsstrichen?
00:13:04: natürlich?
00:13:05: Was steckt dann dahinter?
00:13:06: Misogyny.
00:13:07: Also es ist, alles ist so mädchenhaft.
00:13:09: Du könntest dir bald den konnotiert oder ömchenhaft konnotiert, tantchenhaft konnotiert.
00:13:14: Du könntest dir bei diesen Sachen, die du beschw- Das stellt sich dir ja in Anführungsstrichen kein Zisman vor, der da steht und diese Sache macht, was natürlich total, totaler Quatsch ist, sondern es hat halt diese ganz krass heterogenen Rollenbilder, hegemoniales Männlichkeitsbild, er kann keine, kann nicht töpfern und Kerzen ziehen machen, so.
00:13:34: Und das ist natürlich totaler Quatsch.
00:13:36: Umso mehr ist ja auch dieser Produktivitätsgedanke hinter allem.
00:13:40: Also so dieses, du musst dich optimieren, alles was du machen musst, musst einen Zweck erfüllen.
00:13:45: Und am Ende musst du da auch, du zeigst ja, deine Zeit ist Geld, also zeigst du da Geld drauf, also musst du auch was berauskommen, blablabla, blabla, blabla, dieser ganze Quatsch.
00:13:52: Und da müssen wir selber, dürfen wir uns ent, ja, entinfluenzen, wir dürfen uns da rausziehen und sagen, nee, aber ich mach das genau nicht.
00:14:01: Und das ist der rebellische Akt für uns.
00:14:03: Das ist der
00:14:03: rebellische Akt und ich finde auch diese Konfrontation mit dem Kreativen, also zu sagen mal mal was, ist ja auch nicht ohne Grund auch eine Therapieform.
00:14:14: Also diese Konfrontation mit was ist eigentlich die eigene Ästhetik, wie malt man, wie wählt man seine Striche und in der Frage auch in diesem sich damit auseinanderzusetzen, was man eigentlich, wie man gerne malen würde und wie man tatsächlich malt und wie kann man von A nach B kommen oder wie kann man auch Sorry, bin jetzt hier gerade alarm.
00:14:33: Pferdkraten.
00:14:34: Pferdkraten kann.
00:14:35: Also genau, inwiefern akzeptiert man, was man kann und inwiefern kann man besser werden und so weiter und wo kann man da auch schon Freude finden.
00:14:41: All diese Dinge, wir haben in der letzten Folge, in der Jahresrückblick-Folge eben auch über diese Frage von, davon gesprochen.
00:14:47: so viel, kann man irgendwie sich selber auch zumuten oder anderen zumuten.
00:14:52: Und ich glaube, das liegt halt auch in diesen Hobbys oder in dieser alltäglichen Praxis.
00:14:57: Wenn du frustriert bist, weil du es nicht hinkriegst, das ist kein Problem.
00:15:02: Das ist nicht schlimm.
00:15:03: Das ist okay, dass man diese Friction hat.
00:15:06: Wir sind das nicht mehr gewohnt, weil man einfach, wenn man, man ist frustriert, weil man drei Tausend Videos gesehen hat, die einen langweilen oder so, aber man ist nicht so sehr mit sich selbst konfrontiert.
00:15:16: Und das ist ja eigentlich der Grund, warum wir scrollen, weil man eben nicht, weil man einfach so was Gefühl hat.
00:15:21: We can't
00:15:21: sit with our thoughts anymore, so richtig.
00:15:24: Also, voll.
00:15:26: Sorry, ich wollte dir nicht reingregen.
00:15:27: Ich hab nur noch ein Gedanken und das ist genau das.
00:15:30: was du eben sagtest, noch mal weitergesponnen.
00:15:33: Ich merke das immer, wenn es so heißt, mal mal was.
00:15:35: Oder jetzt nimm mal ein Stück Ton oder Greta und mach mal was.
00:15:38: Ich mal halt so, wie ich mit vierzehn gemeilt hab oder mit fünfzehn.
00:15:41: Und ich töpfe auch, wie ich mit fünfzehn gemeilt getöpfert hab.
00:15:45: Und ich mach original exakt die gleichen Sachen.
00:15:48: Ich würde wieder diese scheiß Rose töpfern, die ich schon fünfzehn mal getöpfert hab.
00:15:52: Und ich würde auch die gleichen komischen Figuren mal.
00:15:55: Warum?
00:15:56: Das ist doch traurig, weil ich's aufgehört hab.
00:15:58: Weil ich's ab dann nicht mehr... geübt habe.
00:16:01: Ich habe es nicht mehr weiterentwickelt.
00:16:02: Warum?
00:16:03: Weil natürlich irgendwann kommt diese Teenie-Zeit, wo man irgendwie vieles bleiben lässt.
00:16:06: Das stimmt auch nicht zu hundertprozentig war.
00:16:08: Auch im Kunstsekkader habe ich natürlich bestimmte Dinge gelernt und andere habe ich vielleicht fernlernt.
00:16:12: Aber ich sage nur, es ist doch interessant, dass wir davor so extrem viel gemalt haben und aus unserer Fantasie heraus agiert haben.
00:16:20: Unsere Zauberbücher, die wir da gebastelt haben.
00:16:22: Und was weiß ich, was alles?
00:16:24: Schatzkarten, whatever.
00:16:25: Restaurant eröffnet übrigens regelmäßig.
00:16:28: Aber dass man
00:16:28: mal Siehst du das?
00:16:30: Aber wir haben auch Feuer und Brot übrigens so gestartet
00:16:33: mit
00:16:33: fünfzehn, sechszehn.
00:16:34: Aber dass man halt also nicht im Podcast, sondern unser Kunstprojekt, aber dass man ja, dass man diese Freiheit nicht mehr hatte, dass man, man hat sich das nicht mehr rausgenommen oder man hat was für sie, weil alles muss zu irgendwas führen.
00:16:47: Und ich appelliere einfach nur wieder daran, doch sich mal ab und zu, gerade wenn man das Gefühl hat.
00:16:53: Ich suche eigentlich, was, um runterzukommen, sich die Freiheit zu nehmen, dahin zu gehen.
00:17:00: Was hab ich denn früher gern gemacht?
00:17:01: Und was passiert denn, wenn ich den Stift wieder in die Hand nehme?
00:17:04: Sorry, meine Nase ist wieder
00:17:05: vom Stoff.
00:17:06: Alles gut?
00:17:07: Ich glaube, was woran es auch liegt, ist, dass man das Gefühl hat, dass man Angst hat, sich wirklich die Zeit zu nehmen.
00:17:14: Dass man denkt, also deshalb lesen Leute auch wenig, weil sie denken, aber wenn ich jetzt anfange zu lesen, dann dauert das vielleicht eine halbe Stunde bis ich irgendwann mal ... Du siehst was gelesen, was jetzt irgendwie auch ein bisschen eine zusammenhängende Geschichte erklärt.
00:17:27: Oder zwei Stunden oder so, also das will man dann nicht.
00:17:30: Weil man Angst hat, dann diese Zeit irgendwie tatsächlich zu sagen, diese Zeit nehme ich und mach nur das.
00:17:35: Und das Handy ... hat die Illusion, dass man das ja auch noch fünf Minuten weglegen kann.
00:17:41: Aber tut man nicht.
00:17:42: Man tut es nicht.
00:17:44: Man hat im Endeffekt...
00:17:45: Gleiche Zeit verdattelt.
00:17:46: ...dattelt man die gleiche Zeit am Handy.
00:17:48: Aber ich glaube, die Illusion zu denken, ah, aber das mache ich nur ganz kurz.
00:17:53: Oder ich kann das machen und dann dabei irgendwie aufstehen, weil sich nicht noch kleine andere Sachen machen, kommt einem das so vor, als ob es einem nicht so viel Zeit wegnehmen würde.
00:18:05: Aber ich glaube, das ist ein Trugschluss.
00:18:07: Es geht auch darum, die Zeit dann wieder auf eine gewisse Art zu strukturieren und auch zu akzeptieren, dass man jetzt irgendwie Zeit hat, wo vielleicht gerade niemand weiß, was man gerade macht.
00:18:19: es auch nirgendwo hinlaufen wird irgendwie oder man nicht das Gefühl hat, ah, vielleicht, also ich glaube auch mit dem Scrollen ist das Problem, sondern man denkt, ah, aber vielleicht lerne ich jetzt gerade eine sehr interessante Information oder ein interessantes Produkt begegnet in mir oder man weiß ja nicht, also das Gehirn... Du
00:18:38: hast ja da das Gefühl, was zu verpassen.
00:18:39: Das
00:18:40: Süchtigmache ist ja, dass dein Hirn... nach was neuem sucht oder denkt, ah, ich weiß nicht, was passieren wird.
00:18:47: Deshalb
00:18:48: will ich es mal drauf.
00:18:48: Es ist ein
00:18:49: Slot-Machine-Psychologie, sozusagen.
00:18:52: Und das quasi da von loszukommen und zu sagen, ich weiß ganz genau, was passiert, wenn ich anfange zu stricken.
00:18:58: Ich werde jetzt einfach erst mal stricken.
00:19:02: Das ist, glaub ich, auch was, was man wieder lernen muss.
00:19:05: Und dass man eben ... Es gibt ja auch dieses Node-Exercising my free will, also auf Social Media diesen Trend, dass Leute sich immer wieder daran erinnern müssen, dass man ja einen freien Willen hat und dass man ja nicht am Handy sein muss und so weiter.
00:19:20: Und ich glaube, es ist so ein bisschen die Sache davon, dass ich denke, niemand muss wissen, was du jede Stunde, jede Minute machst.
00:19:28: Du musst mit niemandem interagieren.
00:19:30: Du musst jetzt nicht irgendwie deine Zeit damit verbringen, Kommentare oder Likes zu hinterlassen.
00:19:35: Du kannst auch einfach für dich sein, das ist wirklich okay.
00:19:38: Und das bedeutet nicht, dass du isoliert bist von der Gesellschaft.
00:19:41: Das kannst auch Leute hier einladen, muss es ja nicht alleine machen.
00:19:44: Aber selbst wenn, also es ist okay, es ist deine Zeit, es ist dein Leben so zwein.
00:19:49: Weißt du, was ein Bereich ist, wo Leute das machen?
00:19:51: und wir kriegen davon nichts mit?
00:19:53: Zocken.
00:19:54: andere Leute zu spielen.
00:19:57: Spielen am Computer.
00:19:58: An der Computerkonsole.
00:19:59: An
00:19:59: der Konsole.
00:20:01: Wir sind halt leider komplett auf.
00:20:03: Und das ist auch so ein bisschen was, was ich eigentlich manchmal finde ich so schade, weil ich mir wünschen würde, dass ich da mehr dran teilnehmen würde, weil es auch coole Spiele gibt und ich Leute kenne, die voll gerne spielen.
00:20:12: Und ich habe auch mal kurz als Corona die ersten Lockdowns kam, da habe ich mir so eine Nintendo Switch gekauft, eine Animal Crossing gespielt.
00:20:20: Zwei oder drei Monate.
00:20:22: Aber das Problem ist... Ehrlich gesagt.
00:20:25: Also ich hab's voll genossen, aber ich kann nicht spielen ohne die ganze Zeit zu denken.
00:20:30: Ich verschwende meine Zeit, ich verschwende meine Zeit, ich verschwende meine Zeit, ich verschwende meine Zeit, so bin
00:20:33: ich.
00:20:33: Ja, aber ich glaube, das ist das Problem, wenn du dann auch die Grandma-Hobbies machen würdest.
00:20:38: Auch das Problem.
00:20:39: Ja, das glaube ich bei mir eben nicht.
00:20:40: Ich glaube, dass ich da mehr abtauchen kann.
00:20:42: Also da funktioniert bei mir schon dieses von der Hand ins Gehirn.
00:20:47: Also es ist so, ich muss mit den Händen was machen.
00:20:49: Ich kann das beim Kochen, ich kann das beim Musik machen, beim Singen, ich kann das zum Beispiel auch beim Autofahren.
00:20:56: Ich schalte dann komplett ab.
00:20:58: Also das ist richtig gut für mich, so, ne?
00:21:01: Und das merke ich zum Beispiel, bei mir wäre es vielleicht nicht stricken erstmal.
00:21:05: Vielleicht land ich da noch, aber dieses Skolage machen oder so.
00:21:08: Das sehe ich total für mich.
00:21:09: Das heißt, ich glaube, ich brauche das weg vom Screen-Sign schon.
00:21:14: Aber vielleicht kommt es noch.
00:21:15: Ich habe leider keine Zeit zum Zocken.
00:21:17: Aber viele Leute können da abtauchen.
00:21:20: Das Problem beim Zocken ist natürlich auch, dass es auch mit Überreizung und Glimmer und so weiter ... Ich hab ja durch meine Beziehung angefangen, Computer zu spielen.
00:21:30: Aber ich bin kein ...
00:21:32: Kommst nicht rein.
00:21:32: Ich liebe Jump and Run Game.
00:21:34: Auch wie als Teenager.
00:21:37: Ich liebe einfach so Donkey Kong.
00:21:39: Und ich
00:21:39: zum Beispiel mag das gar nicht.
00:21:43: Aber es ist auch, aber ich merke auch... Wir werden
00:21:46: bauen, so Sims und so was.
00:21:47: Aber das Sims
00:21:48: ist mir heute zu kompliziert.
00:21:50: Also zu viel.
00:21:51: Ich will nicht so viel.
00:21:52: Ich will einfach nur Häuser einrichten.
00:21:54: Mehr
00:21:54: will ich nicht.
00:21:54: Das ist genau mein Ding.
00:21:56: Aber kannst du doch, oder?
00:21:57: Ja, aber das sieht anders aus.
00:21:58: Das
00:21:58: ist
00:21:58: jetzt ein anderes Sims, leider.
00:21:59: Hast du eine alte Edition?
00:22:01: Ja, das läuft nicht mehr.
00:22:02: Schade.
00:22:03: Ja, aber solche, genau, diese Frage.
00:22:05: Vor allen Dingen Sims hat einfach so einen geilen Soundtrack, muss man leider mal sagen.
00:22:09: Also, oder nicht leider, muss man mal sagen.
00:22:11: Es ist auch geil, dass du dann einfach so entspannende Momente
00:22:14: hast.
00:22:16: Ja, die kannst
00:22:20: du
00:22:20: tellen.
00:22:23: Richtig Bock.
00:22:25: Aber den kann man sich auch einfach so mal reinmachen.
00:22:27: Sonst ist
00:22:27: es auch bald ein Grand-Mau-Hobby.
00:22:29: Wenn wir es so weitermachen, ist es
00:22:30: so.
00:22:31: Was dann einfach sagen wir, es ist Januar.
00:22:33: Es ist kalt.
00:22:35: Es ist dunkel.
00:22:36: Wir sind erschöpft.
00:22:37: Wir haben gerade ...
00:22:39: Du sitzt gerade, wo es gar nicht dunkel und kalt ist, wenn dieses Volk kommt.
00:22:43: Das stimmt.
00:22:45: Egal, wir verraten das jetzt nicht.
00:22:47: Aber theoretisch.
00:22:51: Also, ähm, aber theoretisch ist es einfach, es ist anstrengend, dass ja es vorbei, wir müssen es aufs Neue einstellen.
00:22:57: und die Sache ist, wir wollen einfach euch Mut machen.
00:22:59: Ja.
00:23:00: Zu sagen, geht es langsam an.
00:23:02: Wir leben in einer Zeit, wo einfach wir permanent Geräte
00:23:08: mit uns tragen, die
00:23:11: süchtig machen.
00:23:13: Es ist ein Kampf, seine Mental Health irgendwie bei sich zu behalten.
00:23:19: Und wenn nicht nur Mental Health, dann einfach auch Konzentrationsvermögen.
00:23:23: Sprache.
00:23:25: Denken.
00:23:25: Denken.
00:23:26: Solche Sachen.
00:23:27: Das sind einfach schwierig.
00:23:29: Und Grandma Hobbys.
00:23:30: Gebt ihm eine Chance.
00:23:32: Wir können es ja einfach nur... Wir sagen es euch wie uns.
00:23:36: Gebt ihm eine Chance.
00:23:37: Gebt
00:23:39: ihm dem Grandma Hobby.
00:23:41: Der Grandma Hobby.
00:23:44: Ich glaube, alles ist müde.
00:23:45: Ich rappe vielleicht auch zu viel auf vom Handy und hab meine Sprache
00:23:49: nach oben.
00:23:49: Nein, du warst einfach viel unterwegs und bist erschöppt.
00:23:51: Es ist alles gut, ihr Lieben.
00:23:53: Startet zusammen mit uns in dieses neue Jahr.
00:23:56: Das war die erste Kurze in diesem Jahr und im Januar.
00:24:00: Und wir hören uns in der nächsten Folge wieder.
00:24:03: Es wird eine Lage sein und wir warten noch nicht, welches Thema.
00:24:06: Aber sie wird kommen.
00:24:12: Untertitel im Auftrag des ZDF.
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