Der 2016 Trend: die gute alte Zeit!?
Shownotes
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Auf Social Media erlebt gerade das Jahr 2016 ein kleines Comeback. Viele posten Fotos von vor zehn Jahren und schwelgen in Erinnerungen. Für einen Moment fühlt es sich so an, als wäre früher alles leichter gewesen. Instagram wirkte freundlicher mit Essensfotos, Filtern und süßen Tieren, die Kommentarspalten waren weniger aggressiv, Trump noch nicht im Weißen Haus und der Brexit noch nicht Realität.
Aber stimmt dieses Gefühl überhaupt? War 2016 noch alles besser oder erscheint es uns nur so, weil wir aus der Gegenwart heraus zurückblicken?
Für uns persönlich war 2016 kein nostalgisches Wohlfühljahr, sondern eines, das besonders war, besonders fordernd und geprägt von ganz eigenen Umständen. Anlass genug, genauer hinzuschauen: Was verklären wir im Rückblick und warum sehnen wir uns gerade jetzt so sehr nach einem „Davor“? Und was braucht es eigentlich, um trotz allem einen zuversichtlichen Blick nach vorn zu entwickeln?
Transkript anzeigen
00:00:06: Hallo, hier ist Alice und das ist die Kurze im Februar.
00:00:16: Yes.
00:00:17: Alas.
00:00:18: Alas, stimmt.
00:00:21: Wir haben eben über Karneval gesprochen, aber ich hatte es schon wieder vergessen.
00:00:24: Karneval steht bevor.
00:00:25: Karneval steht bevor.
00:00:26: Kostüme
00:00:27: sind überall.
00:00:29: Ich habe noch nichts mitbekommen, aber ich bin auch gerade wirklich ... Im Tunnel.
00:00:33: Alice ist im Schreibtunnel.
00:00:34: Wir sagen es ehrlich.
00:00:35: Ich bin im Erschöpfungstunnel.
00:00:36: So ist es.
00:00:37: Wir treffen uns heute an diesem Samstag, um eine Kurze für euch aufzunehmen.
00:00:42: Und sind beide aus unterschiedlichen Gründen ganz schön rausgebiebt.
00:00:48: Gebiebt.
00:00:48: Gebiebt, wollte ich sagen.
00:00:50: Ausgebiebt.
00:00:51: Ein bisschen neben der Spur.
00:00:53: Aber das macht nichts.
00:00:54: Das macht nichts.
00:00:55: Es macht immer Spaß.
00:00:56: Es ist schön, dass wir uns sehen.
00:00:57: Das freut mich immer, dass ich dich ein bisschen aus dem Schreibtunnel rausholen darf.
00:01:02: Und du mich aus dem Family-Life-Tunnel.
00:01:07: Ja, eben.
00:01:09: Das ist jetzt unsere Arbeit.
00:01:11: Und gleichzeitig ist es irgendwo Vergnügen, Entlastung.
00:01:15: Und genau, das Buch ist jetzt in den letzten, allerletzten Zügen.
00:01:19: Man kann es ja auch schon vorbestellen, falls ihr wollt, Antie-Opfer.
00:01:22: Aber ich mach's jetzt auch fertig so, dass es dann auch, wenn ihr's vorbestellt, dann am dreißigsten vierten auch bei euch landet.
00:01:28: Dreißigster
00:01:28: vierter?
00:01:29: Dreißigster vierter kommt es heraus.
00:01:32: Und
00:01:33: ihr werdet hier auch noch was da überhören.
00:01:34: Bei Purgisnacht.
00:01:36: Ist das doch, oder?
00:01:37: Weil Purgisnacht?
00:01:39: Was ist bei Purgisnacht?
00:01:40: Weil Purgisnacht ist der dreißigste vierte.
00:01:43: Ist bei Purgisnacht.
00:01:45: Kann
00:01:45: sein.
00:01:45: Weil
00:01:45: erster Mai, tanze dem Mai.
00:01:47: Ach
00:01:47: ja.
00:01:48: Alice.
00:01:48: In meinem Kopf war der dreißigste Viertel gerade im Februar.
00:01:52: Da bin ich unterwegs.
00:01:54: Na klar.
00:01:55: Wir
00:01:56: kennen die nicht.
00:01:57: Also bitte nehmt mich dieser Folge nicht komplett für voll.
00:02:02: Nehmt mich nicht zur Brust für Dinge, die passieren.
00:02:05: Ich bin wirklich ein kleines Häuflein Elend.
00:02:07: Wenn ihr diese Folge am ersten Februar hört.
00:02:09: Kann ich euch sagen, ihr habt es jetzt schon echt weit geschafft.
00:02:12: Wir haben eben kurz drüber gesprochen, das muss ich kurz sagen, aber wir sind ja ewig.
00:02:15: Wir reden ja jetzt eh über den Anfang des Jahres.
00:02:17: Es ist wirklich crazy, weil ich jedes Mal auf diesen Scam im Januar reinfalle, dass ich denke, ich hätte irgendwie einen Reset.
00:02:25: Also ich denke, aber ich habe gar keinen Kraftreset bekommen.
00:02:28: Ich habe nicht, nicht neue
00:02:30: Akkus.
00:02:31: Also ich weiß nicht, ob ich das jemand schon mal in diesem Podcast gezeigt habe.
00:02:34: In den letzten neun Jahren hätte das, kann das sein.
00:02:39: Aber ich finde auch, es ist der größte Scam, dass das neue Jahr am ersten Januar anfängt.
00:02:44: Weil ich weiß, alle Leute, die Geburtstag haben im Januar, sind dagegen, dass ich das so sage.
00:02:49: Aber der Januar ist wirklich der schlechteste Monat, um ein neues Jahr zu beginnen.
00:02:54: Wir haben ultra Stress.
00:02:56: Niemand kann überhaupt über Januar nachdenken, weil alle so gestresst sind vom Dezember.
00:03:01: Weil das letzte, weil man muss irgendwie alles jetzt genau noch... fertig machen, weil das Jahr zu Ende geht, dann ist auch noch Weihnachten, dann ist auch noch neues Jahr.
00:03:10: Und dann hat man es geschafft, dann fällt man in so ein nichts, in so ein dunkles, kaltes Nichts, was der Januar ist.
00:03:17: Und dann hat man auch noch, ist man beladen mit guten Vorsätzen und denkt, man muss alles irgendwie jetzt neu auf anfangen.
00:03:24: Man wird nie wieder irgendwas Ungesundes in seinem Leben tun, nie wieder ein Glas Wein anrühren und was heißt ich, die stärkste, klügste Version, nur lesen von morgens bis abends und auch die Ruhe selbst sein.
00:03:38: Und dann ... hat man irgendwie so Druck, dann hat man aber auch die ganze Zeit irgendwie... Man denkt, ah ja, im Januar passiert dir nichts, habe ich ja Zeit, alles zu machen, aber das ist
00:03:47: so, das nervt mich so doll.
00:03:49: Ja, und genau, exakt das und, dass man auch, man hat dann Weihnachten und diese ganze, das Jahresende, sag ich mal, so geschafft, weil man immer denkt, bis dahin noch durchhalten, bis dahin noch durchhalten.
00:03:59: Dann habe ich eine Pause, dann ist es gar keine richtige Pause, weil dafür ist es eigentlich auch zu kurz, wenn man jetzt nicht lange Urlaub macht oder so.
00:04:07: Und dann hat man halt wirklich überhaupt nicht dieses Gefühl, dass man irgendwie eine Belohnung dafür kriegt.
00:04:12: Und dann so extra Time oder?
00:04:14: Nee,
00:04:15: es
00:04:15: ist einfach nicht so.
00:04:16: Es ist
00:04:16: stressig.
00:04:17: Es sind immer noch sehr kurze Tage und so weiter.
00:04:22: Und ich finde, in den März heute ist Neujahr anfangen.
00:04:26: Zum Frühlingsbeginn.
00:04:28: Ja, Frühlingsbeginn ist das neue Jahr eigentlich.
00:04:30: Also eigentlich, das eigentliche Silvester ist Frühlingsbeginn.
00:04:34: Ist das schon dein Hot-Tag?
00:04:35: Das ist eigentlich mein Hot-Tag für diese Folge.
00:04:37: Mein Hot-Tag Nummer eins ist das schwierigste Anfang.
00:04:40: Es ist eigentlich das Neue Jahr.
00:04:42: Es gibt ja auch sehr viele, also wir haben, es ist eigentlich auch immer erstaunlich, dass wir einfach, das gibt ja einfach auch sehr viele unterschiedliche Konzepte von Zeit.
00:04:50: Aber das hat sich jetzt halt durchgesetzt.
00:04:52: Wir zählen halt.
00:04:52: Ja,
00:04:52: ja, natürlich.
00:04:53: Klar.
00:04:55: Leute, stresst euch nicht.
00:04:56: Nein.
00:04:56: Es ist ja super, wenn ihr im ... Ja, Noah, irgendwie das Gefühl hattet ihr, habt euch klargemacht, was ihr gerne wollt, motiviert's halt und so weiter, aber macht euch keinen Stress.
00:05:07: Versucht's.
00:05:08: Ihr könnt's auch
00:05:09: später mit euren... Also kommt erst mal... Kommt erst mal durch im Winter.
00:05:13: Kommt erst mal rein.
00:05:14: Das ist schon mal Mission genug.
00:05:16: Ja.
00:05:16: Und alles andere klärt sich später.
00:05:19: Wir haben Zeit.
00:05:20: Ja.
00:05:20: So.
00:05:21: Auch wenn sich das manchmal so anfühlt wie, also ich mein, was alles im Januar schon passiert ist, da wollen wir jetzt gar nicht mehr drauf eingehen.
00:05:26: Nein!
00:05:30: Aber, aber ja, so.
00:05:32: Hilfe!
00:05:33: Eigentlich so, genau.
00:05:35: Wir haben im Jahr auch im Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und
00:05:36: Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-
00:05:39: und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und
00:05:43: Jahr- und Jahr- und
00:05:43: Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr-.
00:05:48: jetzt hier über einen kleinen Trend reden, der sich seit Jahrzehntzehntzwanzig etabliert hat und das ist der Jahrzehntzehntzehntzer Trend.
00:05:55: Es ist auch ein sehr interessantes Jahr für uns, weil wir vor zehn Jahren, seit Jahrzehntzehntzehnt diesen Podcast gestartet haben.
00:06:02: Aber ihr habt es wahrscheinlich schon gesehen oder Leute mit Social Media Accounts haben es gesehen, dass gerade sehr viele Leute Bilder von vor zehn Jahren posten und Erinnerungen von vor zehn Jahren.
00:06:13: Ja.
00:06:14: wie ihr ja damals war.
00:06:16: Und das ist eigentlich ein sehr nostalgischer Trend.
00:06:19: Vor allen Dingen ist es also so ein wohlgesonderer Trend.
00:06:22: Es ist so, als ob Leute sagen, dass sie das ja vermissen, dass es so viel Freiheit und Freude gab und so weiter.
00:06:30: Das ist so, sag ich mal, der generelle Ton.
00:06:32: Es gibt jetzt natürlich auch nochmal unterschiedliche Tags.
00:06:35: Aber weil das eigentlich ja so ein... Popkulturelles Thema ist mit einem politischen Unterton.
00:06:41: Es ist eigentlich ein ziemliches, voll und pro Thema.
00:06:44: Aber eignet sich das für eine lange, das ist mir noch nicht.
00:06:46: Deshalb testen wir das jetzt mal an.
00:06:47: Genau.
00:06:48: Wir fühlen mal so mit dem Finger.
00:06:49: Vielleicht ist das die Kategorie.
00:06:51: Die Kategorie heißt ...
00:06:56: Antesten.
00:06:59: Ein Teasing-Thema.
00:07:01: Teasing-Thema.
00:07:02: Thema-Test.
00:07:03: Genau.
00:07:09: Das klingt so richtig Marktforschung.
00:07:12: Ja, ist gut.
00:07:13: Aber ja, wir probieren
00:07:15: mal,
00:07:16: wo uns das hinbringt.
00:07:17: Und ich mag das irgendwie gerne, dass man in der kurzen sich so ein bisschen ausprobieren
00:07:20: kann.
00:07:21: Ja, weil vielleicht ist es auch jetzt in den nächsten zwanzig Minuten alles gesagt.
00:07:24: Auserzählt.
00:07:25: Auserzählt.
00:07:26: Vielleicht merken wir das.
00:07:27: It's really deep.
00:07:29: It goes deeper than we think.
00:07:31: Aber... Hast du denn den in der Trennt so empfunden?
00:07:34: Und du hast ihn ja auch, du hast ja auch was gepostet.
00:07:37: Ja, und jetzt transparente Offenlegungen, alle Bilder waren aus.
00:07:42: Aber was war die ästhetik?
00:07:44: Also ich finde das irgendwie einen schönen, cuten Nostalgie Moment, weil das auch ganz stark irgendwie an so meinen Millenieherz witzigerweise irgendwie appelliert.
00:07:53: Also für mich ist es ein bisschen so, vielleicht liegt das auch an unserem Alter oder wie man dann so auf die Zeit blickt, so ein bisschen einfach auch.
00:08:01: connectet mit anderen Nostalgie-Momenten.
00:08:03: Also, man ist es irgendwie ein bisschen millennial core, finde ich.
00:08:06: Man guckt zurück auf diese Zeit und denkt sich so, ach!
00:08:10: immer so ein bisschen dieses Irrtum, Live was good.
00:08:14: Ich glaube, es ist ja gar nicht so wahr.
00:08:15: Ich glaube, es
00:08:15: ist ja gar nicht so wahr.
00:08:16: Oder?
00:08:16: Also ich meine, man kann ja auch nur ab einem gewissen Alter wirklich daran teilnehmen.
00:08:19: Also ich weiß, man kann natürlich auch, wenn man jetzt gerade achtzehn ist, von zweitausend sechzehn.
00:08:27: Mein Jahr war great.
00:08:28: Ich war gerade in der fünfklassen.
00:08:33: Ja, genau.
00:08:34: Nee, das stimmt natürlich.
00:08:35: Es muss ja irgendwie ein Millennial-Trend sein.
00:08:37: Ich habe es ein bisschen genossen.
00:08:38: Meine Ästhetik war auch so, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, okay, ich bin gerade an einem besseren Platz angekommen und meine Therapie wirkt langsam und ich lasse aber auch so ein bisschen dieses Lost Party Girl hinter mir.
00:08:51: Und ich hatte ja dann auch mit meinem jetzigen Partner, den habe ich ja da schon, kannte ich ja da schon, den habe ich seit Jahrzehnten kennengelernt.
00:08:59: Ja, und das
00:09:00: ist jetzt auch, und dann weiß ich noch.
00:09:02: dass wir dann den Podcast angefangen haben.
00:09:04: Und er war auch so einer sehr private, private Persönlichkeit.
00:09:09: Und war dann so, willst du dich wirklich so explodieren?
00:09:14: Ich werde es tun.
00:09:15: Ja, du kannst es nicht verhindern.
00:09:16: Und danke, danke, dass wir es nicht verändert haben.
00:09:20: Aber das war irgendwie so mein Gefühl dazu.
00:09:22: Ich finde es aber irgendwie schön, weil, und das ist jetzt mein letzter Gedanke, obwohl ich an dich übergebe, weil ich mich interessiert, was du dazu zu sagen hast.
00:09:30: Ich finde es irgendwie... Weil es so geführt, diese Crunch-Grenze, das Absperrband auf den sozialen Netz, wenn irgendwo so heißt, Achtung, kein Crunch, das machen wir nicht.
00:09:40: Wir sind hier alle obercool und gestalten das alles so, dass es richtig cool und trendy ist, dass es das so eingerissen hat für mich.
00:09:47: Es ist so ein bisschen der Mittelfinger an das und dass man so sagt, hey, nein, wir machen das so wie wir wollen, so wie die App mal war.
00:09:54: So war es nämlich schön.
00:09:56: Das war irgendwelche netten Bilder in der Slideshow und es war egal.
00:10:00: Die sind auch, man hat irgendwelche Deep-Fright Filter drüber gehauen und zwar okay.
00:10:06: Das ist schon nicht irgendwie so süß.
00:10:09: Das mag ich daran.
00:10:10: Das ist dieses Versprechen von, es könnte wieder...
00:10:16: Ich muss auch sagen, ich gucke mir diesen Trend sehr gerne an, wenn Leute das posten, gucke ich mir das immer an.
00:10:21: Also ich bin nicht genervt von diesem Trend, muss ich sagen.
00:10:24: Und in den vergangenen Jahren habe ich auch meinen Instagram-Account gestartet.
00:10:29: Da habe ich mir Instagram gemacht.
00:10:31: Und es war auch interessant.
00:10:32: ... da durch die eigene Fotogalerie zu gucken, ... ... weil ich hatte jetzt nicht vor, ... ... irgendwas zu posten oder war mir nicht sicher, ... ... aber eigentlich mache ich solche Trends nicht so ... ... mit mehr.
00:10:41: Du
00:10:41: hast auch nicht mehr so ein privates Profil.
00:10:43: Genau, ich habe noch viel
00:10:45: archiviert jetzt.
00:10:46: Kleine Identitätskrise, ... ... was mein Profil angeht, aber ... ... aber ich habe mich auf jeden Fall nicht ... ... dagegen entschieden, jetzt mal.
00:10:53: Ich habe aber dennoch in die ... ... Fotobiliothek meiner, ... ... von Jahrtausendsechzehn geguckt ... ... und dachte auch, das ist so interessant, ... ... wie das noch geprägt war von ... Also, wie sage ich mein, die Internet-Öffentlichkeit hat doch noch ganz anders wahrgenommen worden.
00:11:08: Es liegt auch daran, dass quasi diese ganzen Internet-Accounts gerade bei auf Instagram noch relativ frisch waren, dass man irgendwie das Gefühl hatte, alles ist noch so, da sind nicht alles voller Regeln und es ist nicht alles perfektioniert.
00:11:18: Nicht alles
00:11:18: voller Werbung, es gab nicht alles
00:11:20: voller Werbung.
00:11:21: Man hat einfach gepostet und gestaltet und so weiter.
00:11:24: Und ich glaube, das ist auch das, was Leute ... daran vermissen.
00:11:28: Also es zeigt irgendwie so eine Zeit, wo Leute schon irgendwie digital so, wo es irgendwie ein digitales Leben gab und auch eine Lust daran, sein Leben digital zu erzählen.
00:11:38: Gleichzeitig war es noch viel lockerer, sagen Sie mal.
00:11:42: Es gab noch nicht so viele professionellisierte Karrieren und so weiter und es gab auch noch nicht so viele Leute, die wirklich Social Media als Karriere angestrebt haben.
00:11:54: Ich muss auch dann, das ist gar nicht im Rahmen von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... von diesem... Was der zwei tausendsechzehner trend so ein bisschen transportiert oder warum der auch so viele leute angesprochen hat und zwar das hat sich vielleicht kennens leute in deutschland auch mittlerweile.
00:12:18: es gibt hier in den usa.
00:12:21: Diese sorority und fraternity hauses und für sorority hauses also quasi.
00:12:27: Die Burschenschaften?
00:12:29: Genau.
00:12:29: Aber
00:12:29: sind eher diese Vereinigungen am College?
00:12:31: Genau.
00:12:33: Die Burschenschaften in Deutschland sind sehr oft konservativ rechtsgeprägt.
00:12:38: USA ist auch, sag ich mal, sehr konservatives, aber es ist ganz, es ist viel...
00:12:43: Gang und Gebe, das haben alle Colleges, ne?
00:12:45: So ihre... Richtig.
00:12:47: Und auch viele
00:12:48: und es ist...
00:12:48: Viel better Gamma.
00:12:50: Genau.
00:12:50: Aber es geht auch darum, man muss dann irgendwie in so einem Haus aufgenommen werden und es gibt dann auch so eine Aufnahme-Week, wo man dann sich irgendwie bewirbt bei Häusern.
00:12:58: Also es hat schon irgendwie so ein bisschen was Exklusives.
00:13:02: Aber mittlerweile sind diese Wochen gerade bei den Sororities, bei den... Schwestern schafften sozusagen ziemlich krass.
00:13:11: Also die haben auch Social Media-mäßig also werden begleitet und es gibt so krasse Choreografien und irgendwie ist es so ein Druck und alle sehen gleich aus Topgestyled.
00:13:22: Alle die gleichen Outfits und so weiter.
00:13:24: Und dann gab es eben so einen Schnitt von so einem Sorority House, wo die ganzen Mitglieder so eine super krasse Kohl gemacht haben, wie als ob sie gerade in so einem Tierwettbewerb waren.
00:13:36: Und das ist das perfekte TikTok Video.
00:13:38: und dann gibt es einen Schnitt und dann meinte sie so... war mein Surroid, so war das gleiche Surroid, die haus als ich da war.
00:13:44: Und dann machen die alle so, dann sind das alles so Frauen, die alle in so Baggy Fests und so Kappen sind.
00:13:51: Und es ist einfach nur, man hört nur so im Hintergrund ist irgendwie so eine Musik, die gespielt wird, aber es ist jetzt nicht über das Video gelegt und die machen alle so ein Quatsch Dance.
00:14:00: Und man merkt einfach so diesen Unterschied, weil die gar nicht... Das ist so sinnbildlich.
00:14:04: Das steht so für diese.
00:14:05: Alles ist durchgestalt.
00:14:07: Alles ist irgendwie... Richtig.
00:14:08: Und damals hat man einfach irgendwie nur Quatsch gemacht, weil man gar nicht gedacht hat, dass sehen jetzt irgendwie, man ist jetzt im Wettbewerb mit tausend Leuten.
00:14:16: Und es gibt schon irgendwie eine gewisse Ästhetik, die man bedienen muss.
00:14:19: Ich glaube, das ist das Appealing, das ist das Schöne an zwei tausendsechzehn.
00:14:23: Dennoch muss ich sagen, wenn ich durch meine Bibliothek geguckt habe, muss ich sagen, zwei tausendsechzehn.
00:14:28: Für mich persönlich kann mit dieser Nostalgie nicht so richtig mitgehen, weil zwei tausendsechze für mich... ein extrem anstrengendes Jahr
00:14:35: war.
00:14:35: Ich sehe so müde aus.
00:14:37: Ich war auch so müde.
00:14:39: Ich habe gerade meinen Master, also es war das letzte Jahr in meinem Master, also Masterarbeit geschrieben, lange Nächte in irgendwelchen Bibliotheken.
00:14:49: Dann ist meine Oma gestorben.
00:14:53: Den Anruf habe ich an meinem Geburtstag
00:14:55: bekommen.
00:14:57: Dann bin ich irgendwie, habe ich Maßarbeit abgegeben, direkt zur Beerdigung von meiner Oma.
00:15:01: Dann Praktikum gemacht, auch super anstrengend und stressig und dann irgendwie am Ende nach Hamburg gezogen.
00:15:08: Und ich merke einfach, ich sehe mich nur und bin einfach nur müde.
00:15:12: Und dann ist es ja auch auf einer politischen Ebene ein... Eigentlich ein Jahr gewesen, dass man jetzt nicht so gerne zurückdenken würde.
00:15:21: Und ich finde nämlich auch, dass es in der Trennt.
00:15:24: sehr, so ein unpolitisches Jahr da steht oder so, als ob es nicht so, als auch Politik noch nicht so im Vordergrund.
00:15:31: Genau,
00:15:32: ja.
00:15:33: Gefühlt, als ob es in einfachen Strichen besser gewesen wäre, was irgendwie bezeichnend ist, weil es war ja auch das Jahr, da hat Trump das erst mal gewonnen.
00:15:41: Trump hat das erst mal gewonnen.
00:15:42: Niemand hat, also das, was glaube ich auch schön war an dem Jahr.
00:15:46: Das war ja Ende.
00:15:48: Aber das Schöne an dem Jahr war, dass Leute ... Felsenfester von überzeugt waren, dass er niemals gewinnen würde.
00:15:54: Und ich glaube, dieses absolute Vertrauen, was dann letztendlich Ende.
00:15:57: ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... Oder viele Leute haben sich gesehen oder wollten nicht sehen, was sich da schon längst zusammengebraut hat.
00:16:24: Und vielleicht ist es auch diese Navität, dieses Gefühl von ... Nee,
00:16:29: das passiert
00:16:30: nicht.
00:16:30: Das ist unmöglich.
00:16:31: Diese Lautlebi.
00:16:32: Nee, nee.
00:16:34: Das war auch so was Deutsch ist.
00:16:37: Ist vielleicht auch was Kölches, aber das ist so, dass man nicht beschreiben kann.
00:16:40: Nee.
00:16:44: Das ist
00:16:44: ganz bestimmter Tonfall.
00:16:47: Ja, das kann ich sein.
00:16:49: Ja, ich glaube, die wünscht man sich zurück.
00:16:51: Und ich glaube, es ist das, was man sich zurückwünscht.
00:16:54: Guter Punkt.
00:16:54: So, das letzte Jahr der HOPE.
00:16:58: Ära sozusagen.
00:16:59: Ja, stimmt.
00:17:01: Man geht vom schlechtesten nicht aus, weil es schon nicht eintreten wird.
00:17:04: Und da wurde man eines Besseren belehrt.
00:17:08: Richtig.
00:17:08: Das ist so schlimm.
00:17:09: Du musst dir
00:17:09: einfach mal vorstellen, dass du
00:17:11: einfach zurückgekommen bist.
00:17:13: Das ist nicht... Das ist einfach was, wenn man mich manchmal
00:17:16: nicht... Da bin ich manchmal, denke ich so, träumig oder wachrig.
00:17:21: Also jetzt ist er natürlich sehr, sehr... Merklich da und das ist auch kann man ja nicht mehr weg reden nach dem letzten Jahr, aber das ist einfach davor.
00:17:30: Aber jetzt sage ich dir auch meine These, warum ich glaube, dass zum Beispiel Trump zurückgekommen ist, obwohl gleichzeitig Leute alle irgendwie diese Hoffnung oder diese Nostalgie mit zwei tausendsechzehn haben.
00:17:41: Und zwar glaube ich, also zwei tausendsechzehn markiert für mich auch so ein Jahr, wo man eigentlich genau, also wo man letztendlich das war so.
00:17:50: die letzte Stunde auf dem Vulkan sozusagen vorher ausbricht.
00:17:54: Das Ding ist, dass man, glaube ich, in dieser Zeit, wo Trump auch weg war, gemerkt hat, es geht auch so schwer in der anderen, also man kann nicht ... zu den Obama-Jahren zurück.
00:18:07: Auch das ist in Retrospektive eben nicht die glänzende, glorreiche Zeit.
00:18:12: Also es gibt natürlich viel Nostalgie für die Obama-Jahre.
00:18:15: Aber wenn man politisch drauf guckt, dann gibt es da auch viel zu kritisieren.
00:18:18: Und auch diese Enttäuschung ist gekommen.
00:18:21: Und das heißt, Leute wollen irgendwie dieses Gefühl zurück haben.
00:18:26: Aber sie wissen, dass die Politik, die während dieser Zeit ... vorgeherrscht hat, eigentlich auch nicht die Antwort war und eigentlich auch schon ganz viel auch verschärft hat.
00:18:38: Und ich glaube, deshalb, unter anderem deshalb, gehen dann Leute zurück, weil wir nicht wissen, in welche, also wir gehen zurück zu Trump, weil wir nicht wissen, in welche andere Richtungen wir gehen sollen.
00:18:48: Das ist, glaube ich, so ein bisschen der Grund, warum Trump auch nochmal gewonnen hat, weil es auch keine, weil das einzige, was zum Beispiel auch die Democrats zu bieten hatten.
00:19:01: Mit Kamala Harris war eben so eine Obama-Nostalgie, nochmal versuchen zu aktivieren und zu aufleben zu lassen.
00:19:10: Aber diese Zeit ist vorbei.
00:19:12: Das ist zehn Jahre her.
00:19:13: It's not going, like, wir müssen irgendwas anderes finden.
00:19:16: Und ich finde, dieser Trend zeigt eben auch, Nostalgie kommt immer auf, wenn man
00:19:24: nicht
00:19:24: zufrieden ist mit der Gegenwart.
00:19:26: Und dann verklären wir auch eigentlich so sehr anstrengende und prekäre Jahre wie Zwei Tausend Sechzehn zu etwas, was doch eigentlich noch so leicht war und so toll war.
00:19:36: Also ich meine, wir, das machen wir selbst hier in Deutschland.
00:19:40: Aber das machen wir selbst hier in Deutschland in einem Land, wo wir sagen, Zwei Tausend Fünfzehn darf sich nicht wiederholen.
00:19:46: Also wir erinnern uns an Zwei Tausend Fünfzehn und das ist in deutschen kollektiven Gedächtnissen das Horrorjahr.
00:19:52: Und ich meine, Zwei Tausend Sechzehn war eigentlich, sag ich mal, Das weit aus konsequentere Jahr ist all diese Themen an gegen Abschottungspolitik und Antimigration und so weiter.
00:20:03: Aber ja, voll.
00:20:04: Ich will dich nicht unterbrechen.
00:20:05: Bitte führt es noch weiter, weil es ist super spannend.
00:20:07: Ich finde es auch nur so interessant, weil ja, ich glaube, es ist immer irgendwie ein Gefühl.
00:20:11: Und darüber erinnern sich Leute.
00:20:13: Also es ist wie dieses Angela Merkel-Gefühl.
00:20:15: Selbst ich kann verstehen, dass Leute sich nach dem Sehnen, ja, ist ja so.
00:20:20: Nach dem Sehnen, was Angela Merkel vermittelt hat, obwohl ihre Politik und einen ganz beschissenen Punkt gebracht hat.
00:20:27: Also die CDU war wahnsinnig lange an der Macht und haben unglaublich viel an den Fortschritt verbaut und verhindert.
00:20:32: Und wir stehen jetzt hier mit einem Friedrich Merz auch CDU und es ist der absolute Horror.
00:20:37: Aber interessanterweise ist natürlich das Gefühl, was ein Angela Merkel geschafft hat zu vermitteln, war immer ganz anders als Friedrich Merz irgendwie, sie hatte eine ganz andere Art der Krisenkommunikation, eine ganz andere Art natürlich Leuten ein beruhigt.
00:20:53: das Gefühl zu geben.
00:20:54: Das konnte sie immer ziemlich gut und konstruktiv den Leuten so in die Augen zu blicken und denen zu vermitteln.
00:21:02: Ja, ich hab dich schon gehört.
00:21:03: Ja, und man hat ja auch das Gefühl, Diplomative überhaupt noch möglich da.
00:21:07: Und ich muss nur nur so lachen, weil ich eben, ich musste auch an so ein Video denken, wo jemand so weint.
00:21:14: Ich
00:21:15: hab das auch gesehen.
00:21:16: Ich vermisse sie so.
00:21:18: Ja, ich weiß.
00:21:21: Und ich glaube auch, Also, genau, weil es war, auch wenn es in den vergangenen Jahrzehnten eigentlich, natürlich, obviously, Vorbote von all dem war, was wir heute sehen, man das nicht einfach aus der Zeit so, also sagen kann, ach ja, da war alles gut und dann ist alles schlechten worden und das eine hat gar nichts mit dem anderen zu tun.
00:21:42: Es ist trotzdem so, dass wir natürlich diese eigentlich, sag ich mal, das bestimmte Regeln gegolten haben.
00:21:48: Also das eine bestimmte, ja Leute, besonders nachdem Trump irgendwie jetzt irgendwie diese Grünland-Sache abgezogen hat und kurz es so schien, als ob jetzt irgendwie das US-Militär da in Grünland anrückt und das vielleicht eine Annexion gibt.
00:22:06: Also diese Dinge waren damals unvorstellbar.
00:22:11: Und genau, und diese, glaube ich, diese Ordnung von, es gibt eine EU, niemand weh aus der EU raus, alles ist gut.
00:22:18: Oder niemand tritt aus der
00:22:19: EU, niemand,
00:22:20: es wird PolitikerInnen machen Politik.
00:22:24: Es ist zwar klar, gibt es hier irgendwie ein bisschen Rechtsruck, aber das ist noch alles marginal.
00:22:29: Es wird
00:22:29: nicht auf Geflüchtete geschlossen, die werden nicht in unmenschlichen Lagern.
00:22:34: Also natürlich hat das da alles schon angefangen und da ging schon vonstatten, aber es war einfach nicht in der Form Brut.
00:22:41: akzeptiert oder von vielen Teilen gewünscht, gefordert und die politische Kommunikation war noch auf irgendein Art weniger verrott oder vielleicht weniger radikalisiert durch das Internet und so.
00:22:56: Natürlich gab es immer Streit, aber es war irgendwie eine andere Qualität.
00:23:00: Ja,
00:23:01: das gehört natürlich auch noch dazu.
00:23:02: Ich glaube auch... dem Stand, wo gerade auch der politische Diskurs war, war auch irgendwie interessant.
00:23:08: Weil das war ja so, sag ich mal, das war das Jahr vor Mitu.
00:23:12: Und ich glaube, da fing es schon an, dass Leute irgendwie oder wir haben über das Lemonade-Album geredet, das Beyoncé-Album.
00:23:20: Das Beyoncé-Album geredet und so weiter und Feminismus war gerade erst wieder dabei, irgendwie so zu einem Wort zu werden, dass man sich so wieder ran wagte auf einer breiteren Ebene.
00:23:34: Und es war alles irgendwie noch so, diese Bewegung hatte irgendwie noch so was Aufregendes und was Spannendes und es ging überhaupt erst mal darum, Feminismus an sich zu verstehen.
00:23:45: Und jetzt sind wir mittlerweile... nicht mehr so, dass das Problem ist, dass sich Leute nicht Feministinnen nennen wollen.
00:23:50: Ja, jetzt kommen wir wieder dahin zurück, aber es ist man vielmehr in the nitty-gritty und die Bewegung fühlt sich nicht mehr so einheitlich an oder so.
00:24:00: Nee,
00:24:00: das nicht.
00:24:01: Und es geht da richtig ans Eingemachte, weil es um alle möglichen Rechte geht und so weiter.
00:24:07: Also es ist natürlich alles nochmal viel dringlicher, verschärfter und dadurch... Natürlich auch weniger Fun in Games.
00:24:16: Ja, ja.
00:24:18: Und letztendlich, wie gesagt, ich will diese Zeit einfach, also ich denke auch, es ist nie eine Sache.
00:24:24: Also, im Jahr zwei Tausend Sechzehn, ich glaube, es ist vielleicht ganz gut, wenn man die Nostalgie so nutzt zu merken, was ist es eigentlich, was wir daran vermissen?
00:24:36: Also, was möchten wir denn eigentlich für uns sozusagen?
00:24:41: Das ist was Gutes, wenn man uns aber darin bleibt in, ach ja, das war so schön.
00:24:44: Und ich wünsche, man könnte einfach, wenn man wirklich keine Antwort darauf findet, wie man die Sachen, die man damals wertgeschätzt hat, wirklich irgendwie beibehalten möchte, wieder aufleben möchte, in die Zukunft bringen möchte, dann bringt dieser Trend auch nicht so viel.
00:24:58: Nee, natürlich.
00:24:59: Ich finde nur ...
00:25:00: Oder sag mal, was heißt, dann bringt er nicht viel.
00:25:02: Aber dann hat er was Eskapistisches, was ein bisschen sozusagen in Richtung ... Politik Verdrängung geht oder in eine Verdrängung sich mit der Gegenwart auseinanderzusetzen.
00:25:14: Ja, das vielleicht auch ja bei vielen, klar.
00:25:16: Aber er könnte auch quasi, wenn wir jetzt weit, wenn wir das quasi nehmen, als Sprungbrett weiterzusprechen, dann könnte da auch was Gutes draus entstehen.
00:25:25: Aber...
00:25:26: Das stimmt.
00:25:27: Aber vielleicht über einem Overthinking it und Leute wollen einfach cute Bilder posten und das ist es.
00:25:32: Vielleicht auch, als ein Teil will das sicherlich.
00:25:35: Aber ich finde es trotzdem schön, sich spannend, sich darüber auszutauschen und zu gucken, woran liegt das denn, dass es irgendwie so viel Gehör findet und so viel Anklang und dann wirklich auch noch mal hinzuschauen.
00:25:46: Ich glaube auch, dass es gerade für Jüngere, also können ja mal, wenn wir Gensile haben, die zuhören, auch sich gerne noch mal melden in den Kommentaren.
00:25:53: Ich könnte mir halt auch vorstellen, dass das halt immer mit so einer gewissen Sehnsuchtverbundnis an etwas, was man halt selber so nicht erleben konnte, also das, was wir machen.
00:26:02: besprochen haben.
00:26:03: Das ist so, gefühlt einfach noch freier dieser ganze Cringe-Diskurs.
00:26:09: Man traut sich nicht, irgendwas zu machen, dass das einfach sich so wie so ein Sehnsortsort anfühlt für jüngere Leute, weil die das einfach nicht erleben durften.
00:26:18: Und ich merke das auch mit allem, was noch vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem Jahr, vor dem
00:26:30: Jahr, vor
00:26:30: dem Jahr.
00:26:30: Diese Lieder waren der Prime.
00:26:31: Diese Serien waren The Best Time.
00:26:32: Und natürlich, dass alles immer so verklärt ist.
00:26:34: Und dann tun mir auch die Leute leid, Junge.
00:26:37: Ja, scheiße, stimmt.
00:26:38: Es war gut.
00:26:39: Ich bin dankbar, dass ich kein Smartphone hatte.
00:26:41: Und dass das Internet so nicht gab und dass das so und so war.
00:26:45: Es ist ja eigentlich unsere Folge in Jensies Obsession mit Melania Quinch.
00:26:51: Da reden wir eigentlich auch schon detailiert darüber.
00:26:56: aus Faszination und gleichzeitig irgendwie abwerten wollen, weil man es irgendwie selber nicht hat.
00:27:02: Und das kippt jetzt mehr wieder Richtung Faszination in dem Moment.
00:27:06: Ich
00:27:06: bin ein bisschen liebevoller wieder.
00:27:07: Genau, aber letztendlich ist die Aufgabe, ich glaube das Problem ist, und das kann Jensie, da mache ich den auch keinen Vorwurf, weil Arme und Jensie eben werden ja immer wieder ... belagert mit Remakes und Remixes und alles ist schon da gewesen und dann beruft sich nur auf Altis und es ist so schwer irgendwie sein eigenes zu finden, sein originales, sein neuer und so weiter.
00:27:31: Und alle ... Jetzt
00:27:32: wird der AI quasi unmöglich.
00:27:33: Ja, alles, denn sie macht das so auch, das hatten wir schon, das haben wir schon gemacht, das ist nichts Neues mehr und so weiter.
00:27:38: Und das ist dann sehr schwer daraus eine ... eine Vision, eine Kultur für sich und eine politische Haltung für sich zu finden, die nicht sich anfühlt wie etwas, was also wie sein eigenes sich anfühlt.
00:27:52: Aber trotzdem geht es daran zu arbeiten, so ist es.
00:27:57: Und es ist auch schon da.
00:27:58: Also es wird manchmal nicht so appreciated, denke ich mal.
00:28:02: Aber es ist auch schon da.
00:28:03: Und Millenials eben.
00:28:05: Millenials nehmen diesen Zwei-Tausen-Sechzehner-Trend um wieder für Zusicht zu stehen und zu sagen, so war es.
00:28:10: Wir waren cringe.
00:28:11: Wir hatten diese Klamotten an.
00:28:14: Wir haben diese Musik gehört.
00:28:16: Und wir haben es geliebt.
00:28:17: Und es war schön.
00:28:18: Ja.
00:28:19: Period.
00:28:22: Das ist doch ein schönes Schloßwort für diese Kurze, ihr Lieben.
00:28:24: Denn es ist eine Kurze, falls ihr das nicht gemerkt habt.
00:28:27: Okay.
00:28:29: Ich
00:28:30: denke, wir hören uns hoffentlich bald wieder.
00:28:33: Genau.
00:28:33: Schreibt gerne in die Kommentare, was ihr von Jahrzehnten haltet.
00:28:37: Genau.
00:28:38: Und das ist für ein Jahr für euch war auch, würde mich auch mal interessieren.
00:28:41: Genau.
00:28:46: Und dann hören wir uns in zwei Wochen.
00:28:48: Bis da.
00:28:49: Bis da.
00:28:49: Ciao.
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